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Montag, 27. Februar 2017

Vogelgrippe: FAQ zur Ei-Kennzeichnung

Was ist die Geflügelpest?

Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende, schwer krankmachende Form der Aviären Influenza (Vogelgrippe). Erkrankte Tiere sterben meist innerhalb kürzester Zeit.
Die Ansteckung erfolgt über Körperausscheidungen infizierter Tiere bzw. über infiziertes Material wie Eikartons oder Fahrzeuge. Wildgeflügel kann Haus- und Nutzgeflügel anstecken.

Ist sie für Menschen gefährlich?

Nein. Bislang ist kein Fall einer Übertragung auf den Menschen bekannt. Auch Eier und Geflügelfleisch können bedenkenlos konsumiert werden.

Warum Stallpflicht?

Seit 10. Jänner 2017 müssen alle Geflügelhalter in Österreich (gewerbliche und private) ihre Geflügelbestände im Stall halten. Das soll eine weitere Ausbreitung der Krankheit vermindern. Solange Wildvögel die Krankheit auf Haus- und Nutzgeflügel übertragen könnten, bleibt die Stallpflicht aufrecht.

Warum gibt es noch Freilandeier?

Die europäische Vermarktungsnorm erlaubt,  dass Eier trotz Stallpflicht zwölf Wochen als Freilandeier verkauft werden dürfen. Danach, also ab 4. April, dürfen sie weiterhin als Freilandeier bezeichnet werden, wenn zusätzlich zum Stall ein Außenklimabereich ("Wintergarten") vorhanden ist. Dieser Bereich muss mindestens 20 Prozent der Gesamtnutzungsfläche des Stalls betragen.

Wann werden Eier zu Bodenhaltungseiern?

Wenn die Legehennen ab 4. April keinen Wintergarten zum Auslauf haben, müssen die Eier als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden.

Wie erkenne ich die Haltung am Ei?

Jedes Ei trägt einen Stempel mit dem Erzeugercode. Die erste Zahl gibt die Haltungsform an:
1 = Eier aus Freilandhaltung
2 = Eier aus Bodenhaltung

Wie erkenne ich die Haltung auf der Verpackung?

Muss ein Landwirt oder eine Packstelle  Freilandeier als Bodenhaltungseier vermarkten und es gibt keine passende Verpackung dafür, ist ein Sticker "Vorübergehend zum Schutz der Legehennen Eier aus Bodenhaltung" auf die Freilandeierkartons zu kleben.

Was ist mit Bio-Eiern?

Die Bio-Richtlinien schreiben vor, dass Bio-Legehennen mindestens ein Drittel ihrer Lebenszeit ständigen Zugang ins Freie haben  müssen. Legehennen werden im Schnitt eineinhalb Jahre alt, die Frist seit 10. Jänner ist daher noch weit unter der Hälfte der Lebenszeit. Bio-Eier dürfen daher noch als Bio verkauft werden ( 0= Eier aus ökologischer Erzeugung).